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Die Landwirtschaftliche Fakultät wirbt regelmäßig Forschungsmittel bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft ein. Besonderes Ziel ist die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

DFG-Sonderforschungsbereiche

Arbeitsgruppen der Landwirtschaftlichen Fakultät sind an folgenden Sonderforschungsbereichen der DFG beteiligt.

 

Patterns in Soil-Vegetation-Atmosphere Systems: monitoring, modelling and data assimilation (SFB / Transregio 32)

Sprecher: Prof. Dr. Clemens Simmer (Meteorologisches Institut, Univ. Bonn)

Landwirtschaftliche Fakultät ist an Einzelprojekten beteiligt.

Hauptthema des Transregios (Universität Bonn, Köln, Aachen und FZ Jülich) sind Austauschprozesse zwischen Boden, Vegetation und der atmosphärischen Grenzschicht. Übergeordnetes Forschungsziel sind verbesserte numerische Modelle für die Vorhersage des Wasser-, CO2- und Energieaustausches zwischen diesen Kompartimenten. Besondere Berücksichtigung finden dabei die räumlichen und zeitlichen Muster dieser Prozesse, die auf sehr unterschiedlichen Skalen (mm/cm bis Rur-Einzugsgebiet) gemessen und modelliert werden. Für die Erfassung der Muster werden vorrangig nicht-invasive Sensoren eingesetzt.


Unser Weg nach Europa: Kultur-Umwelt Interaktion und menschliche Mobilität im Späten Quartär (SFB 806)

Sprecher: Prof. Richterr (Universität Köln)

Landwirtschaftliche Fakultät ist an Einzelprojekten beteiligt.

Teilprojekt F03: Klima-, Vegetations- und Landnutzungsänderungen sind oft gekoppelt an Brandereignisse. Über mehrere tausend Jahre hinweg werden abbauresistente Verbrennungsprodukte - Aschen aus unvollständiger Verbrennung - im Boden aufbewahrt. Dieses Projekt beschäftigt sich mit den Informationen, die aus dem Ruß (black carbon, BC) hinsichtlich vergangener Verbrennungsprozesse (Temperatur, Ausgangsmaterial) gewonnen werden können. Sequentielle Oxidation, mittel-Infrarot-Spektroskopie, Biomarker und Isotopenanalyse werden herangezogen, um typische verkohlte Materialien und archäologische Bodenproben auf (1) ihre Verbrennungsbedingungen, (2) das Alter des BC und (3) auf die Fragen wo und unter welchen klimatischen und landnutzungs Bedingungen Brandereignisse am häufigsten auftraten, zu untersuchen.

 

DFG Forschergruppen

Arbeitsgruppen der Landwirtschaftlichen Fakultät sind an folgenden Forschergruppen der DFG beteiligt. Forschergruppen, die durch die Landwirtschaftliche Fakultät koordiniert werden, sind mit einem * gekennzeichnet 


Veterinary Medicines in Soils: Basic Research for Risk Analysis (FOR 566)

Sprecher: Prof. Dr. Wulf Amelung (INRES)*

Seit kurzem werden ökologisch wirksame Konzentrationen von antibakteriellen Tierarzneimitteln, die mit Wirtschaftsdünger eingetragen werden, auch im Boden nachgewiesen. Für eine umfassende Analyse des Risikos fehlen jedoch grundlegende Modellvorstellungen. Übergeordnetes Ziel dieser Forschergruppe ist es daher, anhand zweier unterschiedlicher Zielstoffe (Sulfadiazin und Difloxacin) aufzuklären, wie unter dem Einfluss von Wirtschaftsdüngern die Wirkung dieser Stoffe an ihr Umweltverhalten („fate“) gekoppelt ist. Dazu werden die Bindung und der Transport der Stoffe im Boden, ihre Wirkung auf die Diversität und Aktivität von Bodenmikroorganismen sowie ihr Einfluss auf die Häufigkeit und den Austausch von Antibiotikaresistenzgenen in Labor- und Feldexperimenten untersucht.

 

Funktion und Leistungssteigerung in den Bezahnungen der Säugetiere - phylogenetische und ontogenetische Einflüsse auf den Kauapparat (FOR 771)

Sprecher: Prof. Dr. Wighart von Koenigswald (Steinmann-Institut f. Geologie, Mineralogie und Paläontologie, Univ. Bonn)

Beteiligung der Landwirtschaftlichen Fakultät

Im Fokus der Forschergruppe FOR 771 steht die Funktionsweise und Evolution des Säugetiergebisses. So wird beispielsweise die unterschiedliche Effizienz, mit der verschiedene Zahnformen Pflanzenmaterial aufbereiten können, unter biomechanischen und energetischen Gesichtspunkten an lebenden Tieren und fossilem Material untersucht. Das Themenfeld wird dabei interdisziplinär bearbeitet, unter anderem von Gruppen aus den Bereichen Tierwissenschaften, Paläontologie und Zoologie.

 

Biogeochemistry of paddy soil evolution (FOR 995)

Sprecher: Prof. Dr. Sprecher: Ingrid Kögel-Knabner (Techn. Univ. München)

Beteiligung der Landwirtschaftlichen Fakultät

Eines der Hauptprobleme im Reisanbau ist seine geringe Stickstoff (N)-Nutzungseffizienz. Ziel dieser Studie ist deshalb, zu einem besseren Verständnis der Mechanismen und Raten beizutragen, mit welchen organische N-Verbindungen in Reisböden unterschiedlicher Nutzungsdauer rezykliert werden. Hierzu beproben wir in der Delta-Region des Yangtze (China) Reisböden, welche sich seit 50–1000 Jahren unter Reisnutzung befinden bzw. vor mehreren tausend Jahren als Reisboden genutzt wurden. Aminozucker und Aminosäure-Enantiomere in Verbindung mit komponentenspezifischen Isotopenmessungen dienen als Marker für mikrobielle Umwandlungen und natürliche Alterungsprozesse des hydrolysierbaren Boden-N während der Reisbodenentwicklung und – erhaltung. Wir werden Abbaumuster der N-Biomarker innerhalb der Bodenprofile, Pools unterschiedlicher Aminosäure-Akkumulation und Veränderungen in der N-Biomarkersignatur in Abhängigkeit der Reisnutzungsdauer identifizieren.

 

Crop Sequence and the nutrient acquisition from the subsoil (FOR 1320)

Sprecher: Prof. Dr. U. Köpke (IOL)*

Nutzpflanzen wie Getreide oder Raps gedeihen in der Regel besser, wenn das Feld zuvor von den passenden „Wegbereiter-Pflanzen“ bewachsen war. Warum das so ist, wird aber bislang nur zum Teil verstanden. Die Wissenschaftler der Forschergruppe untersuchen, wie die Fruchtfolge die Erschließung von Nährstoffen aus dem Unterboden beeinflusst.

 

Resilience, collaps and reorganisation in Social-ecological systems of East and South Africa´s Savannne (FOR 1501)

Sprecher: Prof. Bollig (Univ. Köln)

Beteiligung der Landwirtschaftlichen Fakultät

 

DFG Schwerpunktprogramme

 

Mass Transport and Mass Distribution in the Earth System (SPP 1257)

Sprecher: Prof. Kusche (IGG)*

Die Bestimmung von Massentransporten und Massenverteilung im System Erde dient dem besseren Verständnis der dynamischen Transportprozesse in den Ozeanen, an der Erdoberfläche und im Erdinnern. Hierzu werden Daten über raum-zeitliche Variationen des Schwerefeldes in Kombination mit denen der Oberflächengeometrie der Weltmeere, der polaren Vereisungsgebiete und der festen Erde gesammelt und analysiert. Das ermöglicht einen Einblick in die komplexen Wechselbeziehungen im System Erde im globalen Kontext.


Bereich Infrastruktur - Biodiversitäts-Exploratorien (SPP 1374)

Sprecher: Prof. Fischer (Univ. Bern)

Beteiligung der Landwirtschaftlichen Fakultät

Zur Förderung der Biodiversitätsforschung in Deutschland wurden drei großskalige Langzeituntersuchungsgebiete etabliert. Die Exploratorien schaffen den notwendigen Rahmen, um Fragen zum Biodiversitätswandel durch Landnutzung gleichzeitig mit Fragen zum Einfluss dieser Veränderungen auf Ökosystemprozesse beantworten zu können. Die Landwirtschaftliche Fakultät beteiligt sich am SPP mit dem Projekt  „Element cycles in forests and grasslands of the biodiversity exploratories: Response to management intensity and associated biodiversity“.

Internet: SPP 1374

 

Biogeochemical Interfaces in Soil (SPP 1315)

Sprecher: Prof. Totsche (Univ. Jena)

Beteiligung der Landwirtschaftlichen Fakultät

Böden bilden die dynamische Grenzfläche zwischen Biosphäre, Hydrosphäre, Atmosphäre und Lithosphäre. Die Forschung innerhalb des Schwerpunktprogramms zielt auf die systematische strukturelle Charakterisierung und funktionale Erforschung von biogeochemischen Grenzflächen in Böden sowie auf die Erkundung ihrer Rolle bezüglich Auswirkungen und Verbleib organischer Chemikalien. Das gemeinsame übergeordnete Forschungsziel ist es, ein mechanistisches Verständnis des komplexen Wechselspiels physikalischer, chemischer und biologischer Prozesse zu erlangen, die an biogeochemischen Grenzflächen ablaufen. Die Landwirtschaftliche Fakultät ist über das Projekt “Relating structure of organic chemicals to their sorption at biogeochemical interfaces by combining macroscopic, spectroscopic, and calorimetric methods with molecular modeling” in das Sschwerpunktprogramm eingebunden.

 

DFG-Graduiertenkollegs

 

Information Technologies for Precision Crop Protection (GRK 722)

Sprecher: Dr. E.-C. Oerke (INRES)*

Das interdisziplinäre Graduiertenkolleg beschäftigt sich mit der orts- und zielgenauen Kontrolle von Unkräutern, Schädlingen und Krankheitserregern. Studien unter Beteiligung der Fachgebiete Pflanzenbau, Bodenkunde, Fernerkundung, Geoinformation, Herbologie, Agrarsystemtechnik, Photogrammetrie und Pflanzenkrankheiten tragen zur Etablierung einer bedarfsgerechten und Ressourcen schonenden Landwirtschaft unter Reduzierung der benötigten Mengen an Pflanzenschutzmitteln bei.

 Internet: GRK 722

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