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M.Sc._Poster

 
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Master of Science Naturschutz und Landschaftsökologie

 

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Der Studiengang "Naturschutz und Landschaftsökologie" wird von der Landwirtschaftlichen Fakultät zusammen mit der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät angeboten und befindet sich zurzeit im Akkreditierungsverfahren.

Profil und Ziele

In diesem neuen, interfakultären Masterstudiengang an der Universität Bonn werden die gesellschaftlich definierten Ziele des Naturschutzes in das Licht neuer landschaftsökologischer Forschung gestellt. Es geht dabei sowohl um die Vermittlung von naturschutzfachlichem Know-how, als auch um eine kritische Fortentwicklung von Naturschutzkonzepten vor dem Hintergrund rascher globaler Veränderungen. Die Studierenden werden in Forschungsprojekte eingebunden und lernen naturschutzrelevante landschaftsökologische Zusammenhänge zu verstehen. Methodisch werden dabei neben bewährten Zugängen auch neue Wege beschritten, z. B. bei der numerischen Modellbildung für die Ableitung von Szenarien oder beim Einsatz digitaler Bildverarbeitung im Naturschutzmonitoring. Prozesse in der Landschaft werden vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse bewertet.

Im Berufsalltag steigen die Anforderungen an Wissen und methodische Kompetenzen. Um dem gerecht zu werden, verfolgt die Ausbildung folgende Ziele:

 Die Absolventen sollen

  • ökosystemare Prozesse in der Landschaft verstehen, analysieren und modellieren können,
  • ein systemtheoretisches Verständnis landschaftsökologischer Zusammenhänge zielgerichtet auf naturschutzfachliche Fragen anwenden und operationalisieren können,
  • Lösungen für aktuelle Naturschutzprobleme im Kontext widerstreitender Nutzungsinteressen erarbeiten können und
  • Konzepte für zukünftige Managementstrategien für multifunktionale Landschaften entwickeln können.

Vernetztes Denken wird insbesondere über die problemorientierte Herangehensweise und das Projektstudium gefördert. Dem Leitbild der Universität Bonn folgend, steht Forschendes Lernen im Zentrum der Ausbildung des neuen Master-Studiengangs.

Aufbau des StudiengangsStruktur_NaLa

 Ein Orientierungsmodul, vier Vertiefungsbereiche und die Masterarbeit bilden den Kern des Studiums. Die aus unterschiedlichen Fachrichtungen kommenden Studierenden werden zunächst im Orientierungsmodul mit aktuellen Fragestellungen und Arbeitsweisen von Landschaftsökologie und Naturschutz vertraut gemacht. Vier „Säulen“ vertiefen dann die Kompetenzen in den Bereichen Natur und Gesellschaft (A), biogeochemische Stoffkreisläufe (B), Biodiversität (C) sowie Ökosystemanalyse und -modellierung (D). A bietet den gesellschaftlichen Kontext und die planerischen und rechtlichen Instrumente, B vertieft das Verstehen von Stoffkreisläufen, C bietet die Grundlagen für den Umgang mit Biodiversität und D vermittelt den Umgang mit neuen Werkzeugen der Modellierung, des Monitorings und der Landschaftsbewertung. 

  • Natur und Gesellschaft (A): Diese Säule behandelt den gesellschaftlichen Kontext und die planerischen Optionen des Naturschutzes vor dem Hintergrund der Umwelt- und Landschaftsgeschichte. Die gesellschaftspolitischen Anforderungen und normativen Ziele, Handlungsoptionen und -strategien sowie die Planungsinstrumente für die Entwicklung von Landschaften stehen dabei im Vordergrund und münden in Konzepte und Strategien für einen modernen Naturschutz. Als standardisierte Instrumente des Naturschutzes spielen Umweltprüfungen, Landschaftsplanungen und das Management der Landschaft eine zentrale Rolle. Diese Instrumente sind die Grundlagen für politische Abwägungsentscheidungen zur Raumnutzung.
  • Biogeochemische Stoffkreisläufe (B): Moderne Naturschutzforschung umfasst auch ökosystemare Prozessforschung. Eine Bewertung von Ökosystemfunktionen gründet auf dem Verständnis biogeochemischer Stoffkreisläufe von Landschaften. Daher werden hier v.a. Steuergrößen und Mechanismen der wichtigsten Stoffflüsse in Ökosystemen analysiert und diskutiert. Schwerpunkte liegen auf dem Verständnis von Nährstoffkreisläufen im Boden, auf stofflichen und energetischen Austauschprozessen zwischen Boden, Organismen und Atmosphäre sowie auf der wissenschaftlichen Erarbeitung von Risikoabschätzung und Managementstrategien.
  • Biodiversität (C): Das Verständnis der organismischen Diversität und funktionalen Vielfalt ist ein Kernelement naturschutzfachlicher Kompetenz. Der besondere Stellenwert, der dabei funktionalen Aspekten zukommt, bietet vielfältige Verknüpfungen zu den anderen Vertiefungsbereichen. Bewährte und neue, quantitative Methoden zur Erfassung und Auswertung vegetations- und tierökologischer Information werden dafür verwendet, Veränderungen in Diversität und ökologischen Funktionen zu erkennen und zu verstehen. Dies dient als Grundlage für die begründete Wahl von Managementstrategien und als Ausgangspunkt für eine indikatorgestützte Analyse von Landschaften.
  • Ökosystemanalyse und -modellierung (D):
    Diese Säule vermittelt den Umgang mit neuen Werkzeugen der Modellierung, des Monitoring und der Landschaftsbewertung. Das Verständnis von Ökosystemen bedarf einer konzeptionellen und methodischen Basis. Hierzu dient u.a. die Ökosystemmodellierung. Für ein Landschaftsmanagement muss das Prozessverständnis zudem in Handlungsempfehlungen münden. Zur Erfassung und Charakterisierung der historischen und aktuellen Dynamik biogeochemischer Stoffflüsse und Lebensgemeinschaften sowie möglicher Auswirkung von Managementmaßnahmen haben sich Verfahren der Landschaftsanalyse und Landschaftsbewertung, des Umweltmonitoring sowie der Verwendung von Umweltinformationssystemen etabliert. Diese analytischen Instrumente werden in der planerischen Praxis eingesetzt.
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